Süchtig nach Paris: die Fondation Louis Vuitton

Dies ist ein Gesamtkunstwerk des Architekten Frank Gehry
Blick vom Dach der Fondation LV

Paris zu lieben ist kein Zeichen von Extravaganz oder ganz besonders wählerischem Geschmack. Paris lieben Millionen. Ich auch. Und meine Freundin Claudine, mit der ich jedes Jahr einmal nach Paris fahren MUSS MUSS MUSS – sonst stimmt etwas nicht mit dem Jahr. Wie gerade erst wieder.

Hier ein paar Eindrücke und Tipps in Fortsetzung:

 Neu, gigantisch, sehenswert: die Fondation Luis Vuitton

Monsieur Arnault besitzt Luxusmarken wie Christian Dior, Moët & Chandon, Henessy – und eben auch Luis Vuitton. Er zählt zu den reichsten Menschen der Welt und zum Glück liebt er auch die Kunst oder möchte sich damit schmücken. Seit Herbst 2014 begegnet dir in der Fondation Luis Vuitton jedenfalls ein opulenter Reichtum an innovativer Architektur zur raumgreifenden Präsentation zeitgenössischer Künstler.

Vom Arc de Triomphe aus einfach geradeaus
Ein Blick auf die Fondation Luis Vuitton
Fondation Luis Vuitton Panorama

Vom Triumphbogen aus ist das monumentale Bauwerk zu Fuß ganz bequem zu erlaufen, du benötigst ca. 15 Minuten von der Metro-Station Place Charles de Gaulle aus gehend. Diese Form der Annäherung empfiehlt sich, weil sich die gigantischen Segelkonstruktionen des Star-Architekten Gehry nach und nach durch die Zweige der Bois de Boulogne zeigen. Eine peu à peu Entdeckung, die mir Freude machte. Das große Geschwinge und Geblähe dieser Stahl- und Glas-Konstruktion ist atemberaubend. Gehry findet natürlich viele Kritiker – ihnen zum Trotz: wie sich diese riesenhaften Segel über dir wölben, das ist ein großartiges Erlebnis.

Alles in Mega-Formaten, mega-berühmt, die Superlative eben.
Eingangsbereich der Fondation Luis Vuitton
Lichtes Vestibül unter der Segelkonstruktion der Fondation LV

Innen öffnen sich lichte Hallen, in denen du das Who-is-Who der zeitgenössischen Kunst großzügig präsentiert findest. Die Formel 1 Boxenstopp Fotoserie von Andreas Gurski, zum Beispiel, Gilbert und George in Megaformaten, ein gigantischer Jüngling von Thomas Schütte, eine architektonisch integrierte Licht-und-Spiegel-Installation Olafur Eliassons. Video-Arbeiten bilden einen Schwerpunkt der Sammlung und erhalten gebührend Raum.

Ein Singspiel von Ulla von Brandenburg klingt durchs Vestibül

Ulla Brandenburg, die ich erst vor einigen Jahren auf der Biennale in Venedig entdeckt habe, ist mit einem Singspiel aus den 70ern vertreten, das im Vestibül die Geräuschkulisse färbt. Von der Kunst schon überwältigt, bietet dann das Dach spektakuläre Aus- und Zwischenblicke auf Paris und – natürlich – den unübersehbaren Tour des Monsieur Eifel.

Ich und Olafur in Paris
Licht- und Raum-Installation von Olafur Eliasson

Tipp: Freitag Abend ist bis 22 Uhr geöffnet und die Besucherschar verläuft sich auf’s Angenehmste.

Kritischer Bericht in der Zeit
Hier gehts zum Programm der Fondation 

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