Gran Canaria – Los Azulejos: Grande Amor für Wanderer!

Was hat Gran Canaria mit Mallorca gemeinsam? Beide sind sie als

„Ballermann“-Inseln verschrien – und beide entpuppen sich in Wahrheit als großartige Naturschönheiten, in die sich jeder Wanderer

verlieben muss.

Fern ab der Touri-Wimmelstrände wartet das Wanderparadies
Tolle Blicke: Wandern im Nord-Westen Gran Canarias
Im Nord-Westen Gran Canarias: der Teide von Teneriffa grüßt den Wanderer

Wenn du um die Touri-Hochburgen um Maspalomas im Süden einen großen Bogen machst – dann allerdings ebenso auf die weiten Sandstrände verzichtest, wie auch auf eine Masse Menschen in knappen Bade-Outfits bei gar nicht so knappen Körperformen – kannst du eine große Vielfalt wunderbarer Landschaften entdecken.

2 Wochen lang jeden Tag unterwegs sein. Das ist Glück.
Hinter jeder Biegung ein neuer, sagenhafter Blick
Hinter jeder Wegbiegung beglückt ein neues Bild den Wanderer auf Gran Canaria

Gran Canaria war nicht die erste der Kanarischen Inseln, die ich bereiste. Zu sehr klebt das Massentourismus-Image an ihr, den Bettenburgen und Bierkneipen von Maspalomas und Playa del Inglés

geschuldet. Doch nach La Palma, La Gomera und Teneriffa zog es mich doch zum populären Inselziel vieler Winterflüchtlinge. Zum Glück! Denn für Wanderer und Naturbegeisterte hat Gran Canaria eine große Vielfalt an Erlebnissen und Herausforderungen zu bieten. 2 Wochen wandern – jeden Tag eine andere Tour, unterschiedliche Vegetationsbilder, landschaftliche Eindrücke. Einfach wunderbar!

Die Insel braucht Regen, der Besucher sehnt sich nach Sonne
Sonne in den Bergen Gran Canarias
Die Insel braucht Wasser – der Wanderer freut sich über Sonne in den Bergen

Das freundliche Klima – Dezember/Januar hatten wir einen halben Regentag relativ weit oben in den Bergen und mit durchschnittlich über 20° C ideale Temperaturen – sorgt dafür, dass der wintermüde Mitteleuropäer Licht und Sonne satt auftankt! Die Insel jedoch dürstet, zu rar sind die Süßwasser-Reserven, zu verschwenderisch der Wasserbedarf der vielen Gäste.

Wege gibt’s von „easypeasy“ bis sportlich anspruchsvoll
Canyon mit Palmen
Von karg bis fruchtbar bietet Gran Canaria in 14 Mikroklimazonen eine große Bandbreite an Natureindrücken

Von kargem, Macchia-ähnlichem Terrain über schattige Kiefernwälder bis zu üppigen subtropischen Regionen, palmenbestandenen Canyons, Obstbaum-Hainen, Bergregionen mit farbig leuchtenden Felsenwänden, findest du immer neue Natureindrücke, geprägt vom vulkanischen Ursprung des Kanarischen Archipels. Vierzehn Mikroklimazonen bestimmen die Vegetation des „Miniaturkontinents“ Gran Canaria und sorgen für eine Vielzahl abwechslungsreicher Wanderwege von „easypeasy“ bis anspruchsvoll und schweißtreibend. Immerhin misst der höchste Punkt über 1900 m, sodass respektable An- und Abstiege unweigerlich das Programm bereichern sowie die Kondition fördern.

Wanderung durch die Blauen Berge: Los Azulejos

Eine der für mich spektakulärsten Touren führte uns durch Los

Anstrengender Aufstieg: Los Azulejos
Weg in die blauen Berge: Los Azulejos

Azulejos, eine felsige Region, durchädert von strahlend blauen Gesteinsschichten. Der Name bezieht sich auf die kunstvoll bemalten azurfarbenen Kacheln, die man aus alten Gebäuden in Südspanien und Portugal kennt. Ausgehend von der Nord-Süd-Tangente GC-220 im Westen der Insel, auf Höhe des Ortes Tasarte, führt ein steiniger Weg über 600 Meter in die Höhe. In den –

Blaue Steinschichten geben Los Azulejos den Namen
Gesteinsgemenge in Blau – Los Azulejos im Westen Gran Canarias

notwendigen – Verschnaufpausen präsentieren sich tolle Blicke auf diese farbprächtigen Gesteinsmassen, ein einmaliges Naturspektakel! Ocker, Beige, Rotviolett – und dazwischen immer wieder Cyanblau bis Türkisgrün. Die Nasen verwöhnt dabei der intensive Duft des wild blühenden kanarischen Lavendels, zwischen dessen kleinen Blüten Bienen fleißig zugange sind.

Wir befinden uns im Naturpark Inagua auf ca. 1.400 m Höhe.

Hier ermöglicht ein gut gepflegtes Forsthaus, das Schulklassen als

Duftender Lavendelteppich
Der aromatische Duft des von der Sonne beschienenen Lavendels

Unterkunft für naturkundliche Projekte dient, eine schattige Rast an Tischen und Bänken. Frisches Wasser zur Kühlung und für die Flaschen ist willkommen! Dann geht es weiter: durch einen hoch bestandenen Kiefernwald queren wir das imposante Felsmassiv, um über sonnige Hänge auf steilen Pfaden zum Schluss wieder zur Straße hin abzusteigen. Nach ca. 6-stündiger Wanderung schmerzten trotz Wanderstiefel die Füße, doch jeder Schritt dieser anstrengenden Tour war der pure Genuss!

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